Zitat des Tages – Johann Friedrich Herbart

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„Der Schlaf besteht in der Unterdrückung unserer Vorstellungen, die im tiefen Schlaf vollkommen, im Traum unvollkommen ist. Aber die wenigsten denken daran, daß auch selbst während des besten Wachens uns nur äußerst wenige von unseren Vorstellungen gegenwärtig sind, dahingegen die sämtlichen übrigen uns so weniger beschäftigen, wie im Schlafe.“ – Johann Friedrich Herbart

Statement zu Anschlägen in Paris

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Im Netz gibt es viele Wortmeldungen, unter anderem auch aus Paris. Eine Meldung einer 77 Jahre Alten Dame hat mich beim Lesen der Netznachrichten doch sehr beeindruckt:

„Es ist sehr wichtig, unseren Toten Blumen zu bringen. Es ist sehr wichtig, mehrfach das Buch von Hemingway ‚Paris est une fête‘ (Paris – Ein Fest fürs Leben) zu lesen. Denn wir sind eine sehr alte Zivilisation. Und wir tragen unsere Werte hoch. Wir verbrüdern uns mit den fünf Millionen Muslimen, die ihre Religion frei und friedlich ausüben. Und wir werden kämpfen gegen die 10.000 Barbaren, die angeblich im Namen von Allah töten.“

„Was schon wieder Ferien?!?… Lehrer sollte man sein!“

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Es ist die allgemein verbreitete Meinung: Lehrer haben einen Halbtagsjob und durchschnittlich alle 6 Wochen Ferien. Ferien… Das heißt Urlaub. Oder etwa doch nicht?

Es ist nicht zu bestreiten, dass Lehrer die gleichen Ferien genießen wie ihre Schüler. Dennoch stehen auch den Lehrern die gleiche Menge Urlaubstage wie anderen Arbeitnehmern zu. Dies wissen jedoch die wenigsten Bundesbürger.

Lehrer verrichten ihren Hauptteil der Arbeitszeit in der Schule und während der Schulzeit. Doch wo sind hier die Grenzen? Jeder Elternabend, jede Klassenfahrt, jeder Schulausflug muss geplant und durchgeführt werden. Was dabei immer in Vergessenheit gerät: Die Lehrer haben auch eine vorgegebene Stundenzahl, anhand derer sich ihre Besoldung bemisst. Elternabende und sonstige Sonderveranstaltungen, die über einen regulären Unterrichts- beziehungsweise Schulalltag hinausreichen werden oft verkannt und von der breiten Masse oft großzügig ignoriert. Aus eigener Erfahrung kann ich von Sprüchen berichten wie

„Ja aber das gehört halt zum Job.“

oder

„Sie müssen das machen. Das haben Sie doch gewusst.“

Merkwürdiger weise sind die Reaktionen auf die Frage, was die betreffende Person machen würde wenn ihr eigener Arbeitgeber plötzlich sagt, dass diese und jene Arbeit auch noch zu erledigen ist, diese aber am Abend und nach Dienstschluss stattfindet und keine Überstunden aufgeschrieben werden dürfen, sehr einfallslos:

„Das ist etwas völlig anderes!“

Nein, ist es nicht! Kein Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft wäre bereit, in seinem Feierabend etwas für den Betrieb zu arbeiten und das auch noch ohne jeglichen Ausgleich. Eltern vernachlässigen oft auch die vielen Sitzungen und Konferenzen, die in Teilen sogar wöchentlich stattfinden müssen, da das Arbeitspensum angestiegen ist.

Wer einen Lehrer nachmittags bei Freizeitaktivitäten im Schwimmbad, am Badesee oder auf dem Fahrrad trifft, der verkennt oft, dass diese dann am Abend nochmals am Schreibtisch sitzen und Arbeiten korrigieren, Unterricht planen oder doch noch ein Telefonat einer besorgten Mutter entgegennimmt, die nach 21 Uhr noch wegen des letzten Vokabeltests ein dringendes einstündiges Gespräch braucht. Das ist tatsächlich Alltag im Leben eines Lehrers. Morgens recht und Mittags frei… Von wegen! Viele Lehrer können darüber nur schmunzeln.

Doch was machen die Lehrer in den Ferien? Dass Lehrer in den Ferien auch Zeit haben zur Ruhe zu kommen und auch einmal in Urlaub zu fahren ist ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. Dennoch: Ferienzeit ist für viele Lehrer auch Arbeitszeit. Zwar nicht in der Schule, aber zu Hause am Schreibtisch, wo Unterricht vorgeplant, nachbereitet und Arbeitsmaterial erstellt wird oder sogar der Zielort des nächsten Klassenausflugs erkundet wird.

Viele Kollegen nutzen die Zeit, um ihre Arbeitszimmer auf Vordermann zu bringen, Material zu sortieren und zu archivieren. Jedes Schuljahr fallen unzählige neue Arbeitsblätter an, die es zu erhalten gilt. Dies sind Dinge, die Lehrer während der Unterrichtszeit gar nicht schaffen.

Fortbildungen werden immer häufiger auch in den Ferien genommen, da der Ausfall von Unterricht nicht immer tragbar ist und der Druck der Eltern, dass den Kindern zu viel Unterricht ausfällt und Stoff fehlt immer größer wird.

Komischer Weise hört man als Lehrer die „beneidenswerten“ Bekundungen seiner Mitmenschen immer nur während der Ferientage, nicht aber während der Schulzeit. Warum will denn da keiner plötzlich Lehrer sein? Warum setzt sich niemand der Situation eines Lehrers in der Schule aus? Die Antwort: Unwissen und Stammtischparolen.

Wer derartige Reden schwingt, der soll sich doch erstmal schlau machen, bevor er einer ganzen Berufsgruppe zu unrecht „Faulheit“ unterstellt.

Update für das Gehrin – Digitales Lernen in der Schule

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Die zunehmende Digitalisierung unserer Welt macht den Zugriff auf Wissen immer leichter. Leider nur auf das Allgemeinwissen und nicht auf das Fachwissen. Zusätzlich wird die Vernetzung untereinander als neuer Sozialisationskanal immer wichtiger und befindet sich, nicht zuletzt durch soziale Netzwerke, immer stärker im Aufwind. Dieser Zustand ändert unsere Wissensgesellschaft nachhaltig. Nur wer mit diesem Trend geht, hat großen Anteil an der Entwicklung der Gesellschaft und kann sogar Macht erlangen. Dies birgt selbstverständlich Chancen und Risiken, die es einander abzuwägen gilt. Diese Chancen und Risiken gelten in allen Lebensbereichen, also auch für die Bildung.

Die Bildung ist das Organ der Gesellschaft, welches sie auf das Leben vorbereitet. So kann es nicht sein, dass sich gerade im Bereich von Schule und Bildung noch immer Querdenker und Verweigerer aufhalten, die sich weigern, aus ihrer selbstgeschaffenen Isolation herauszutreten und sich der Digitalisierung zu öffnen. Gerade dies sollte in den frühen Jahren, sozusagen beim Erstkontakt mit Bildungseinrichtungen, geschehen, um den Menschen die „Angst“ davor zu nehmen. Kindergärten spielen hier eine gesonderte Rolle. Sie sollen den Kindern vermitteln, wie man miteinander lebt und umgeht. Grundschulen hingegen sollten diese Thematik aufgreifen und zu einem festen Bestandteil ihres Curriculums machen.

„Unsere Schulen müssen den jungen Menschen die Welt zugänglich machen, die Welt von heute! Wir wollen, dass Schüler die digitale Welt nicht nur konsumieren, sondern sie auch verstehen, gestalten und daran teilhaben können. Dazu brauchen sie Medienkompetenz und ein informatorisches Grundverständnis – digitale Bildung eben“ (Saskia Esken, SPD-Bundestagsabgeordnete)

Tablets und Smartphones finden sich heute in fast jedem Haushalt wieder. Nicht ungewöhnlich, dass sich bereits Marktriesen wie Google damit befassen, Websites ohne Anpassung an mobile Endgeräte mit schlechteren Suchergebnissen abzustrafen. Digitale Medien sind nach der humboldtschen Auffassung weit mehr als nur Mittel zum Zweck. Sie sind Mittler zwischen Netzwerk, Wissenspool und Vernetzung. Schulen müssen daher dringend nachrüsten und die Digitalisierung in ihren Reihen und in den jeweiligen Konzepten vorantreiben. Die Zeiten des Verweigerns sind nicht mehr mit unserer modernen Wissensgesellschaft vereinbar. Diese Gesellschaft stellt an ihren Nachwuchs hohe Ansprüche und Erwartungen, die es von Seiten der Schulen mitzubefriedigen gilt.

Digitale Medien haben dabei einen größeren Stellenwert als reines konsumieren von Inhalten. Sie bieten eine Plattform zum Bearbeiten, Weiterentwickeln, Gestalten und Austauschen von Inhalten. Dies gibt den digitalen Medien ein Alleinstellungsmerkmal auf Bildungsebene und fördert die Selbstweiksamkeit der Anwender. Zudem kann durch digitale Lernmedien die Barrierefreiheit im Sinn der Inklusion unterstützt werden.

Persönliche Erfahrung – Was macht einen guten Lehrer aus?

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Hier möchte ich aus persönlicher Erfahrung heraus einen kurzen Beitrag schreiben, der die Theorie des „guten Lehrers“ nach all den wissenschaftlichen Forschungen genauer unter die Lupe nimmt und auch zum Nachdenken anregen soll.

Zunächst sollte man sich die Frage stellen, an welche Lehre aus seiner eigenen Schulzeit man sich gerne zurückerinnert. Waren es die mit fachlichem wissen, zu denen man sonst ab keinen Draht hatte? Waren es die, bei denen man nie mit einer Strafe rechnen musste, egal was man angestellt hat? Oder sind es doch die Lehrer, die gerecht, freundlich und auf ihre Schüler eingehend gearbeitet haben?

Selbstverständlich müssen Lehrer ihre Fächer beherrschen. Dennoch ist es wichtig den Unterricht nach gewissen Faktoren auszurichten. Eine perfekt geplante Stunde in Klasse 9 aus dem letzten Schuljahr kann schon im folgenden Schuljahr in der gleichen Klassenstufe nicht funktionieren. Eben hier zeigt sich, wer ein guter Lehrer ist: die Stunde so anzupassen, dass es für die neue Schülerschaft passt.

Auch außerhalb des Unterrichts bekommt man mit, dass man seinen Job gut gemacht und ein seinen Schülern ein guter Lehrer war: wenn man nach einem Jahr auf Schüler trifft, die sich nicht wegdrehen und nur flüchtig „Hallo“ sagen sondern auf einen zugehen, einem die Hand geben und sagen, dass sie einen vermissen und man ein richtig toller Lehrer war, dann weiß man, dass man in seinem Job etwas richtig gemacht hat!

Schulämter und Regierungspräsidien sehen das leider etwas anders. Für sie sind gute Lehrer nur an Noten zu messen. Auch wenn Schulleitungen beispielsweise ihre Referendare unfair bewerten, dann ist das für Außenstehende nicht ersichtlich sondern es steht lediglich eine Ziffer auf dem Zeugnis, die über die Leistung und die Qualität des Lehrers Aussagen geben sollen. Dies ist jedoch nicht alles was zählt. Auch nicht, ob der Kandidat damals seine Fachdidaktik auswendig gekonnt hat oder nicht.

Aus meinem Bekanntenkreis sind mir Fälle bekannt, in denen die Junglehrer die Fachdidaktik im Schlaf beherrscht haben, von der Schulleitung über den grünen Klee gelobt wurden, wobei die Arbeit sich nicht von der der anderen unterscheiden hat. Diese Kandidaten stehen jetzt im Berufsleben und führen täglich einen Kampf mit ihren Schülern oder werden teilweise maßgeblich von diesen in ihrer Arbeit behindert.

Es sollte sich jeder die Frage stellen, was besser ist… Ein Lehr der auswendig weiß was in den Büchern an theoretischem Fachwissen abgedruckt ist oder ein Lehrer, der über praktisches Wissen und Fachwissen verfügt und dafür auch noch einen persönlichen Draht zu seinen Schülern aufbauen kann. Frei nach dem Spruch

„Lehrer werden ist nicht schwer, Lehrer sein dagegen sehr!“

Der Lehrberuf kann einer der schönsten Berufe der Welt sein und das ist er für mich auch. Man erlebt viele Schönes, trauriges oder Dinge die einem zum nachdenken anregen. Jedoch kann in diesem Job auch das Lachen der Schüler wenn man ein kurzes Gespräch mit ihnen auf dem Flur oder auf dem Ausflug führt schon Lohn genug sein.