Medienkompetenz im Bildungswesen (Von Boris Kraut & Felix Wolf, M.A.)

Aus gegebenem haben haben Boris und ich über die scheidende Medienkompetenz und der damit verbundenen Studierfähigkeit der angehenden und aktuellen Studierenden gerantet. Wir geben nicht nur den Studierenden sondern auch den Dozierenden eine große Mitschuld an diesem Zustand. Schlimm genug, dass sie selbst teilweisekeine Ahnung von der Materie haben und kein Interesse daran zeigen, dies zu ändern. Dies vermittelt ein falsches Bild an die Studierenden, dass Medienkompetenz nicht so wichtig ist.

Abitur, Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife — so heisst es zumindest: Doch diese Reife gilt es zu Beginn des Studiums unter Beweis zu stellen. Um in der heutigen Zeit an einer Hochschule studieren zu koennen, sind neben sozialen und kognitiven Kompetenzen auch hinreichende Kenntnisse im Umgang mit Medien jeglicher Art ein absolutes Muss! Es versteht sich von selbst, dass vor allem die Berufe im Bildungssektor ueber derartige Kompetenzen verfuegen muessen. Man erwartet von Lehrern, dass sie unsere Kinder auf ein Leben in der Gesellschaft vorbereiten, was bei einer medial gepraegten Gesellschaft eben genau die Medienkompetenz miteinschliesst. Zudem sollte jeder Lehrer allein aus Eigeninteresse Basisfaehigkeiten auf diesem Gebiet vorweisen koennen: Es gibt fuer Lehrer, vor allem fuer Junglehrer, nichts Peinlicheres, als sich im Unterricht die Bloesse absoluter Unwissenheit auf diesem Gebiet zu geben oder diese mangelnde Kompetenz in Form von schlecht designten Arbeitsblaettern und Testvorlagen preiszugeben.

Dies ist ein Punkt, an dem die Ausbildung der zukuenftigen Lehrerinnen und Lehrer dringend einer gravierenden Aenderung bedarf. Es ist verstaendlich, dass die Hochschulen keine Techniker beziehungsweise vollwertige Informatiker mit paedagogischem Fachwissen hervorbringen koennen und dies auch nicht leisten sollen. Vielmehr muessen sie einen Weg suchen, um eine Art Basiskompetenz fuer Medienangelegenheiten und den sicheren Umgang mit den Alltagswerkzeugen der Lehrer vermitteln muessen. Diese sind heutzutage vermehrt auch technischer Natur: Der Computer ersetz die Schreibmaschine, Praesentationen werden heute haeufig durch Notebook und Beamer unterstuetzt, Audio- und Videoproduktionen kommen immer haeufiger an Schulen vor und der Tageslichtprojektor wird vereinzelt schon vom Visualizer (Dokumentenkamera) abgeloest. Selbst die gute, alte Tafel scheint mit den Interactive Whiteboards einen wuerdigen Nachfolger gefunden zu haben.

Um angehende Lehrerinnen und Lehrer auf diesen zukuenftigen Alltag vorzubereiten, muss auch auf Ausbilderebene ein erster Anfang gemacht werden: Professoren muessen ein gutes Vorbild abgeben. In den Lehramtsstudiengaengen ist deren Medieneinsatz allgemein zu gering gehalten. Selbst eine einfache PowerPoint Folie kann dabei schon fuer Abwechslung sorgen und auch einen echten Mehrwert bieten, wenn sie richtig eingesetzt wird. Ein noch so ueberzeugender Foliensatz ist dagegen nutzlos, wenn der Dozierende mit dem Anschluss eines Beamerkabels ueberfordert ist. Welcher Anschluss ist an meinem Gerät verfügbar? Welche Ausstattung bringt mein Seminarraum mit? Werden Adapter benoetigt? Wie wird das Ganze dann auf dem Beamer sichtbar? Das sind alles Fragen, die auf Tagungen zwar oft vom Veranstalter abgenommen werden, aber im Vorlesungsbetrieb einfach zu den medialen Grundfaehigkeiten des Lehrenden gehoeren muessen. Eine Uebertragung via Visualizer umgeht zwar das Problem kreativ, zeigt aber ein deutliches Defizit an Medienkompetenz des Vortragenden.   Dieses „gefaehrliche“ Nichtwissen auf Ausbilderebene vermittelt den Studierenden das Bild, dass auch sie das selbst nicht wissen muessen, wie sie mit der Technik, die einen grossen Teil ihrer taeglichen Arbeit ausmacht, umgehen muessen.

Keynote, PowerPoint, Prezi und Open Source Anwendungen im Office Bereich sind die gaengigen Arbeitswerkezeuge um eine Veranstaltung visuell zu unterstuetzen. Von daher ist es notwendig, dass man sich in diesen Dingen auskennt und dass man sich der Vor- bzw. Nachteile der jeweiligen Programme bewusst ist. Es gibt nichts Schlimmeres als den blinden Einsatz visueller Medienwerkzeuge. Ganz egal, fuer welche Software man sich entscheidet, man sollte damit einerseits auch wirklich arbeiten koennen, andererseits diese Arbeit nur dann auf sich nehmen, wenn der Lehrende dadurch seinen Unterricht effektiv unterstuetzen kann und den Lernenden ein spuerbarer Mehrwert zugutekommt.

Zudem ist die Folienqualitaet in einigen Seminaren und Vorlesungen eher mangelhaft bis ungenuegend. Folien sind methodische Helfer als Stuetze fuer den Vortragenden. Sie sollten nicht einem klaeglichen Versuch zum Opfer fallen, ein komplettes Kursskript zu ersetzen. Skripte sollen immerhin den Studierenden als Lernhilfe fuer Klausuren und Pruefungen dienen. Mit grossen Textpassagen in minimalster Schriftgroesse, Volltextzitaten oder Stichwortlisten vollgestopfte Folien erfuellen dabei keine der beiden Anforderungen: Sie taugen weder zum Lernen, noch ermoeglichen sie dem Vortrag besser folgen zu koennen. Zudem wecken dicht bepackte Folien bei Studierenden den Drang, alles mitzuschreiben — insbesondere dann, wenn die Folien aus Angst der Dozierenden, dass dort Fehler enthalten sein koennten, nicht veroeffentlicht werden. Ist dieses rein rezeptive Lernen und Abschreiben der Folien erwuenscht, muss auch die dafuer noetige Zeit eingeraeumt werden, die natuerlich von der aktiven Lehr-Lern-Zeit abgeht. Gerade das digitale Zeitalter bietet aber die Moeglichkeiten, deutlich weniger Zeit fuer das Abschreiben und damit viel mehr fuer das Verstehen, Nachdenken und Mitarbeiten freizuraeumen. Dieser Vorgang der 1:1 Kopie der PowerPoint sowie der mit Information vollgestopften Folien fuehrt dazu, dass der Dozierende durch seinen PowerPoint rast,  um alle Punkte und alle Folien mit den hoechst serioesen Animationen  abzuarbeiten. Bei diesem Vorgang werden die kognitiven Kompetenzen der   Studierenden untergraben. Sie schreiben in Windeseile alles mit und   denken aber nichtmehr darueber nach. Ein spaeteres positives Lernergebenis   ist mitunter nur schwer zu erreichen.

Da der Punkt Medienkompetenz langsam auch in der Lehrerbildung als eine nicht unwichtige Sache anerkannt wird, sind auf Frageboegen fuer Praesentationen oder fuer Unterrichtsversuche in den Praktika entsprechende Bewertungskriterien — meist zum Abhaken — enthalten. Das alles muendet also dann in der paradoxen Situation, dass Professoren und Dozierenden, die offensichtlich ungern mit Medien arbeiten oder zumindest einen wenig kompetenten Umgang mit diesen pflegen, Studierende und deren Medieneinsatz bewerten. Kann ein Dozent den letzteres bewerten, wenn er   sich dabei nur auf die „herkoemmlichen“ und „altbewaehrten“ Medien Buch, Tafel und Overhead-Projektor versteift? Definitiv nicht, wobei diese Dinge natuerlich noch immer einen   wichtigen Teil schulischer Ausbildung repraesentieren.

Professoren leisten sich anscheinend lieber Hilfskraefte, die sich mit den Medienbelangen beschaeftigen sollen   anstatt selbst Hand anzulegen. Zumal der Faktor „Prestige“ bei vielen   einen noch groessere Rolle spielt. So sieht man immer haeufiger dozierende und Professoren mit teuren Apple Produkten „arbeiten“ — besser gesagt man   sieht sie damit hantieren. Auch hier wird deutlich, dass viele nur eine geringe Ahnung ueber ihre Maschinen haben, aber knappe 2.000€ fuer ein solches Geraet auf den Tisch legen. Es stellt sich dabei Frage, ob nicht   spaetestens ab diesem Punkt der persoenliche Ehrgeiz der betreffenden   greifen sollte und sie sich selbst sagen sollten, dass die 2.000 Euro zwar gut investiertes Geld sind, aber der Preis damit gerechtfertigt werden muss, sich selbst etwas mehr in die Materie einzuarbeiten und auf diesen Maschinen mehr bedienen zu koennen als den Browser. Das macht naemlich noch lange keine Medienkompetenz aus.

Sie duerfen nicht einfach Tutoren fuer die gaengigen Aufgaben am PC oder anderen digitalen Medien anschaffen und sich darauf verlassen, dass diese Studenten die richtigen Kompetenzen bezueglich Medien besitzen. Weder duerfen sich Lehrende auf diese Weise vor der Weiterentwicklung ihrer eigenen Medienkompetenz versuchen zu entziehen, noch darf sich hier blauaeugig auf das Eigeninteresse der Studierenden, sich die erforderlichen Kenntnisse anzueignen, verlassen werden. Viele Tutoren kommen in die Medienzentren der Hochschulen um Aufgaben fuer ihre Dozierenden zu erledigen, von denen sie aber selbst keine Ahnung haben. Diese Arbeitsumverteilung faellt dann wieder auf die „hauptamtlichen“ Mitarbeiter und studentischen Hilfskraefte der Medienzentren zurueck: Deren eigentliche Aufgaben dadurch nur verzoegert erfuellt werden koennen. Warum muessen fuer solche Arbeiten, die teilweise nur wenig oder gar keinen Bezug zur Hochschule haben, von Tutoren war genommen werden? Die Antwort liegt prinzipiell auf der Hand: Es hat sich eine persoenliche Bequemlichkeit und ein lethargisches Desinteresse unter der Professoren der Hochschulen breit gemacht. Sollte nicht gerade deren Interesse auf persoenlicher Weiterentwicklung (s.o.) im Sinne der Forschung und Wissenschaft stehen?

Ein Problem sind nicht nur die Dozierenden, sondern auch die Studierenden — ganz gleich ob Tutor oder nicht. Trotz neuer Pruefungsordnung (WHRPO 2011), die angeblich zur allgemeinen Verbesserung der Lehre und Ausbildung der Studierenden beitragen sollte, ist keine Verbesserung dieses Missstandes in Sicht. Der Aufforderung, dass „insbesondere auch […] medienpaedagogische Fragestellungen“ Gegenstand der muendlichen Pruefung sind, muss logischerweise eine entsprechende Schulung waehrend des Studiums vorausgehen.

Es werden dennoch kaum entsprechende Seminare als verpflichtende angeboten. Es besteht weiterhin die Annahme, dass die Studierenden sich das schon irgendwie selbst beibringen werden, wenn sie sehen, was auf sie zukommt. Auch der Mythos des „Digital Native“, der sich nach Behauptungen am Geburtsjahr der Betreffenden erkennen laesst hat sich bislang noch nicht bewahrheitet. Zwar koennen die meisten inzwischen einen Computer bedienen, aber eine umfassende Medienkompetenz bzw. die Kompetenz, sich auch in neue Arbeitsweisen und -materialien einzuarbeiten fehlt: Ein einfaches Softwareupdate, das nur kleinste Aenderungen an der Benutzerfuehrung mit sich bringt, stellt viele vor ein unloesbares Problem.

Das eigentlich Schlimme ist aber, dass die nachfolgende Generation, die im Jahr 2012 ihr Studium aufgenommen hat, es bisher noch nicht geschafft hat, grossspurig eine Verbesserung der eigenen Medienkompetenz einzufahren, beziehungsweise diese auf eigene Art und Weise zu verbessern, frei nach dem Motto „Was die Schule nicht von mir wissen will, das lerne ich auch nicht, denn ich brauche es auch nicht.“! Zugegeben eine legitime Schuelereinstellung, aber keine Lebenseinstellung. Gerade diese Generation, die sorglos mit Smartphones und Tablets im Netz unterwegs ist sollte ueber das notwendige Know-how verfuegen, was die neusten (High-)Endgeraete leisten koennen und ihre Hardware sicher beherrschen.

Es ist keine Entschuldigung zu sagen, dass man das selbst in der Schule nicht gelernt hat. Wenn ich als muendiger Mensch diese Medien nutzen will, dann ist es meine Pflicht, mich in deren Materie einzuarbeiten — eine Nichtnutzung ist aber keine Option mehr. Basisfaehigkeiten in Bezug auf Emails und Webdienste sind bereits zu erkennen, beduerfen aber bei einem breiten Anwenderfeld der Studierenden weiterhin enormen Verbesserungen. Selbst bebilderte Klickanleitungen zur Einrichtung von Druckern, des WLAN’s oder aehnlichem scheinen ein gewisses Mass an Kompetenz der angehenden Lehrerinnen und Lehrer zu ueberfordern. Der Transfer der Beschriftung „deinaccountname“, was der Aufforderung gleichkommt, seinen eigenen Accountnamen einzutragen, wird oft missverstanden und eben mit jener Beschriftung „deinaccountname“ versehen, was zu Fehlfunktionen fuer die gegebene Anleitung fuehrt. In wie fern solche Klickanleitungen, die erstellt werden, um den Studierenden den Zugang zu Technik so einfach wie moeglich zu machen, kontraproduktiv sind, weil sie dazu verleiten, stumpf den Vorgaben zu folgen und nicht selbst nachzudenken.

Diese Zustaende sind auch auf das sinkende Alter der Studienanfaenger zurueckzufuehren. Viele der G8 Abgaenger sind zwischen 17 und 18 Jahre alt, etwaige Dienste an der Gesellschaft wurden abgeschafft und die Ersatzdienste bzw. ein FSJ wird nur von einigen (wenigen) wahrgenommen. Hier kann ein erster Rueckschluss auf die Studierfaehigkeit G8-Jahrgaenge   gezogen werden. Es muss sich die Frage gestellt werden, ob die jungen Menschen in diesem Alter ueberhaupt schon in der Lage sind, sich dem Studienalltag zu stellen. Dieser erfordert ein gewisses Mass an Selbststaendigkeit und auch selbsterlernter Kompetenzen, die vieler Art nicht in der Schulzeit gelernt wurden. Besonders problematisch scheint zudem, dass viele Studierende direkt von der Schule an die Hochschule kommen, das Studium moeglichst schnell „abschliessen“ und nach dem Referendariat in den Schuldienst gehen. Das heisst abgesehen von einem vierwoechigen Betriebspraktikum kennen viele der angehenden Lehrer und Lehrerinnen nur Schule und Hochschule.

Auch die Mentalitaet der Studierenden, vor allem des weiblichen Geschlechts, was an der Paedagogischen Hochschule Karlsruhe sind dies immerhin etwa 85% ausmacht, laesst in grossen Teilen zu wuenschen uebrig. Oftmals mit dem neusten Apple-Equipment ausgeruestet, denn „Papa zahlt ja“, treten die Studierenden ihre Reise in die hausinternen Medienzentren an, um sich ihre Geraete in Grundzuegen erklaeren zu lassen, oftmals mit der Entschuldigung „Bei Windows sieht das halt anders aus.“ Ja eben, bei Windows sieht es anders aus, weil es eben neben Windows noch andere Betriebssysteme gibt; selbst Windows gibt es inzwischen in einer Vielzahl von unterschiedlichen Varianten und „Aussehens arten“. Wer sich einen Rechner kauft, der ein anderes Betriebssystem hat, dann sollte auch die Zeit und Arbeit investiert werden, sich mit diesem System vertraut zu machen. Immerhin ist dies auch eine Frage des Respekts vor dem Preis der Geraetschaften. Doch auch hier gilt: Medienkompetenz ist nicht einkaufbar.

Es ist verstaendlich, dass Studierende nicht des gleiche technische Knowhow entwickeln koennen, wie ausgebildete IT-Fachkraefte. Dennoch sollte ein gewisses Grundverstaendnis ausgepraegt sein, bevor man sich in ein selbststaendiges Leben nach der Schule und damit auch an die Uni oder im Beruf wagt. Zumindest ein Verstaendnis der Anwender in Bezug auf Strukturierung und Organisation seiner eigenen Dateien sollte gegeben sein. Alle Daten auf dem Desktop speichern, um alles wieder schnell finden zu koennen, ist nicht die Loesung. Dafuer gibt es eigene Strukturen in Form von Ordnern und Unterordnern — und auch das beginnt nicht erst auf dem Desktop. Die Nutzer duerfen sich dann eben auch nicht wundern, dass das Notebook bzw. das generell weniger leistungsstarke Netbook immer langsamer wird und einige Zeit fuer den Bootvorgang in Anspruch nimmt.

Die PH Karlsruhe und die Hochschullandschaft allgemein hat die Problematik und den Bedarf der des Medienkompetenzerwerbs inzwischen erkannt und versucht nun mit Massnahmen und Programmen diesen Missstand zu beseitigen. Hier werden unter anderem hausinterne Fort- und Weiterbildungsmassnahmen angeboten, die kostenlos zur Verfuegung stehen und von Dozierenden, Studierenden und Mitarbeitern des Hauses gleichermassen genutzt werden koennen. Leider ist dies nur ein erster Schritt und das freiwillige Angebot wird nicht so angenommen, dass die Kurse ueberfuellt waeren: Ganz im Gegenteil! Es mussten sogar schon einige Veranstaltungen mit externen Referenten abgesagt werden, weil — trotzt hoher Zahlen bei der Voranmeldung — weniger als drei Interessenten den Termin wahrnehmen wollten. Dennoch ist es eine gute und wichtige Institution in der Hochschullandschaft. Zusaetzlich wird an der PH Karlsruhe das Erweiterungsfach Medienpaedagogik als vollwertiges Studienfach mit eigener Pruefungsordnung sowie ein Zertifikat fuer Mediendidaktik unter Regie des Medienzentrums angeboten. Bei beiden ist es aber doch eher eine beschauliche Anzahl an Studierenden, die diese zusaetzlichen Veranstaltungen annehmen. Dies sind meistens diejenigen unter den Studierenden und Mitarbeitern, die ein persoenliches Interesse an Medien haben und bereits ein Verstaendnis dafuer entwickelt haben, dass persoenliche Kompetenzen ein wichtiger Bestandteil beruflichen Erfolges ausmachen. Die grosse Gruppe, der unerfahrenen Nutzer, fuer den ein Grossteil der Veranstaltungen gedacht ist, verharrt in ihren bisherigen Verhaltensweisen: Nichtnutzen und andere machen lassen.

Abschliessend muss gesagt werden, dass dies keine Forderung einer Technisierung des Studiums ist, sondern eine Forderung nach einem Studium das sich die Aufgabe setzt, kompetente Lehrkraefte im Umgang mit Medien hervorzubringen. Hochschulabsolventen sind grundsaetzlich immer ein Aushaengeschild: Ihr Koennen oder Nichtkoennen faellt positiv wie negativ auf die jeweilige Hochschule zurueck. Wenn ein solches mediales Studium nicht schon aus eigener Ueberzeugung geboten wird, dann sollten die Universitaeten und Hochschulen — gerade in heutigen Zeiten mit Sparmassnahmen und Konkurrenzdenken zwischen verschiedenen Einrichtungen — zumindest aus diesem Grund nicht mehr die Bloesse von „medien-inkompetenten“ Absolventen geben.

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